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Willkommen auf unserer Projektwebsite

Die 10e des Albertus Magnus Gymnasiums Friesoythe hat sich dafür entschieden, mit dem Projekt "Emslandlager" am Internet-Wettbewerb "Geschichts@tlas" teilzunehmen, der unter dem Leitthema: "Geschichte in unserer Umgebung" steht.

"Oral History"

Den Nationalsozialismus kennen die Schülerinnen und Schüler nur aus Berichten, aber auch die meisten Erwachsenen haben diese Zeit nicht mehr persönlich erlebt. Die Befragung von Zeitzeugen ist eine Methode, die persönliche Anteilnahme und Betroffenheit zu erfahren; eine Möglichkeit, die aus den Geschichtsbüchern bekannten Fakten mit den subjektiven Stimmungen und Einschätzungen der "kleinen Leute" zu vergleichen. In Anlehnung an die "Alltagsgeschichte" sowie die "Geschichte von unten" und deren Anspruch, die in sozialen und politischen Systemen lebenden "einfachen" Menschen zu erforschen, wollten wir in Interviews das subjektive Erleben und Empfinden von Zeitzeugen festhalten, die in der Nähe der Emslandlager wohnten.
Dass der unmittelbare, persönliche Zugang zur Geschichte, die über Zeitzeugen vermittelt wird, durch "Buchwissen" und auch durch neue Medien nicht ersetzt werden kann, stellten Schüler des AMG bei einem Vortrag der Zeitzeugin Orna Birnbach fest, einer Jüdin, die über ihre Erlebnisse im KZ berichtete, in das sie als junges Mädchen eingewiesen wurde.

Die zentrale Fragestellung unseres Projektes lautete: Was haben Zeitzeugen über die in der Nähe befindlichen Konzentrationslager, die "Emslandlager" (nicht) gewusst? Woran erinnern sie sich? Aus Geschichtsbüchern und aus dem Unterricht erfahren die Schüler, dass die Nachkriegszeit durch Verdrängung der Vergangenheit gekennzeichnet war, man wollte einen "Schlussstrich" ziehen. Überprüfen wollten wir, ob das auch noch auf das Jahr 2002 zutrifft.
Weiterhin wollten wir untersuchen inwieweit die Interviews eine Antwort darauf geben, ob die Bevölkerung tatsächlich von den Konzentrationslagern "nichts gewusst" hat und falls doch, auf welche Weise man darüber etwas erfahren konnte bzw. musste. Unser Fazit kann man hier nachlesen.

Ein Zeitzeugen-Interview ist nicht leicht zu führen: Zeitzeugen vergessen, irren sich. Auch wenn sie nichts verschleiern wollen wird Erlebtes oft verdrängt. Nicht selten vermischen sich später erfahrene Fakten mit der Erinnerung an selbst erfahrene historische Vorgänge. Bei den Themen "Nationalsozialismus" und "Konzentrationslager" ist es auch heute noch besonders schwierig Personen dazu zu bewegen, über ihre Vergangenheit zu erzählen.

Es ist den Schülern und Schülerinnen der Klasse 10e gelungen, Zeitzeugen zu finden, die sich ihren Fragen stellten. Ein Besuch im Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager, Papenburg
rundete die Beschäftigung der Klasse mit dem Thema Emslandlager ab. Unser besonderer Dank gilt Herrn Buck, der in seinem Vortrag bereitwillig auf unsere Wünsche einging und uns Zeitungsartikel mit Berichten über Konzentrationslager ab dem Jahr 1933 zur Verfügung stellte, sowie eine Fernsehsendung REPORT aus dem Jahre 1966, die sich mit der Frage beschäftigte, was die Bevölkerung über die Lager weiß bzw. wusste.

 
     
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