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Die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung

Am 27. Oktober 1938 begann eine groß angelegte Verhaftungswelle. Betroffenen davon waren ehemals polnische Juden, die nach 1919 die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten hatten oder ins Deutsche Reich eingewandert und polnische Staatsbürger geblieben waren. Mehr als 15.000 Juden wurden verhaftet und großteils zum illegalen Grenzübertritt nach Polen gezwungen.

Nach dem Inbrandsetzen der Synagoge wurden an den jüdischen Geschäften in der Langen Straße in Cloppenburg die Fensterscheiben zerschlagen, Waren ausgeräumt und die Einrichtungsgegenstände abtransportiert.



Die zerstörte Synagoge an der Juttastraße in Vechta, von der Cloppenburger
Synagoge konnten keine Bilder gefunden werden

Die Ereignisse in der "Reichskristallnacht" ließen keinen Zweifel daran, dass man nun gewillt war, die Juden nicht nur aus dem Geschäftsleben zu verdrängen. Die Kosten für die Beseitigung aller Schäden hatten die Juden selbst zu tragen. (Schadensregulierung nach der "Rechskristallnacht") Ebenso wurden alle Führerscheine und Zulassungspapiere für Kraftfahrzeuge eingezogen. Handwerks- und Gewerbescheine wurden eingezogen und die Gewerbebetriebe im Verzeichnis gelöscht.


 Nach der „Reichskristallnacht“ wurde das Geschäft Heyersberg in Cloppenburg geplündert.

Mehrere Lehrer in Cloppenburg führten iher Schulklassen zum Judenfriedhof, ließen Grabsteine umstürzen und Zeichnungen anfertigen, auf denen die Zerstörung dargestellt war und mit Sprüchen wie „Juda verrecke“ oder „Tod dem Judentum“ versehen. Viele waren empört, trauten sich jedoch nicht, in der Öffentlichkeit etwas zu sagen.

Seit dem 15. November 1938 durften jüdischen Kinder nicht mehr die deutschen Schulen besuchen. Davon betroffen waren u. a. auch die Cloppenburger Kinder Joseph und Max Jacobs, Günther und Max Frank, Ruth, Hildegard und Ilse Simon. Diese besuchten die jüdische Schule in Oldenburg. 1940 wurden die Schule für die noch verbliebenen Schüler nach Hamburg verlegt.

Quelle: "Nationalismus im Oldenburger Münsterland", "Als gute Unterhanen und Bürger... geduldet, verfolgt, vertrieben, ermordet"

Bilder aus: "Als gute Unterhanen und Bürger... geduldet, verfolgt, vertrieben, ermordet", S. 120/121

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(aus dem www)