Schöpfwerk Hohenstiefersiel



Das Gebiet der Harlebucht wird über das Schöpfwerk Harlesiel (gebaut 1953-1957) und das Gebiet des Jeverlandes über das Wangersiel (gebaut 1971-1973)entwässert.

Im Hintergrund das Schöpfwerk Hohenstiefersiel, das die Tiefs zum dahinterliegenden Speicherpolder hin entwässert.

Auf dem Eis des Crildumer Tiefs.

Der Einlauf am Schöpfwerk

Karte mit den Tiefs (Gewässer 1. Ordnung), die zum Schöpfwerk führen.

Diese Karte zeigt die junge Marsch, die alte Marsch und den Geestrücken sowie die alten und neuen Deichlinien
Diese 4 Propeller-Pumpen bewegen in einer einzigen Sekunde zusammen 54 000 Liter Wasser aus dem Tief in den Speicherpolder, der dadurch innerhalb von nur 6 Stunden gefüllt werden kann. Bei Ebbe wird dann das Wangersiel geöffnet, damit der Speicherpolder sein Wasser über das 1,8 km lange Horumersieler Außentief in die Nordsee abgeben kann.
Die ganze Anlage wird über automatische Meßanlagen gesteuert und die Pumpenleistung den Niederschlagsmengen angepasst.
Sielwärter geht in Ruhestand
Carl Weerda hat über 27 Jahre lang dafür gesorgt, dass die Siel- und die dahinter liegenden Stemmtore richtig schließen. Tag und Nacht - auch an Feiertagen kontrollierte und inspizierte er das Wangersiel. Zu Beginn arbeitete der Schlosser als Baggerfahrer und in der Werkstatt.
3 Jahre nach der Umstellung auf den automatischen Betrieb ging er ab Mai 2010 in den Ruhestand. Seit Anfang 2007 werden vom Hauptschöpfwerk Hohenstiefersiel aus die große Anlage selbst sowie die Unterschöpfwerke Moorland und Wiedel und das Wangersiel per Rechner gesteuert.
Die Sielacht Wangerland
Die vormalige Wangerländische Sielacht entstand 1855 aufgrund der damals erlassenen Oldenburgischen Deichordnung aus einigen bis dahin eigenständigen Sielachten. Im Jahre 1965 wurde durch einen Zusammenschluss der Wangerländischen Sielacht mit der Wangerländischen Wasseracht und fünf weiteren kleineren Unterverbänden der Entwässerungsverband Wangerland gegründet, seit 1990 Sielacht Wangerland.
Verbandsgebiet:
Das Verbandsgebiet umfasst einen Einzugsbereich von 26.500 ha. Im Norden wird das Verbandsgebiet durch den Hauptdeich bzw. 2. Deichlinie zwischen Harlesiel und Schillig begrenzt. Zur östlichen Seite grenzt das Verbandsgebiet an die Jade und erstreckt sich in Richtung Süden südlich Hooksiel bis an die Verbandsgrenze der Sielacht Rüstringen. Im südlichen Bereich des Verbandsgebietes befinden sich die Stadt Jever und ein Teil der Gemeinde Schortens. Weiterhin erstreckt sich das Verbandsgebiet in Richtung Westen bis an den ostfriesischen Bereich ins Rispeler Gebiet. Die Höhenlage reicht von zum Teil unter NN -1,00 m bei Jever bis NN +10,00 m im Bereich Leerhafe/Rispel. Das Hauptgebiet schwankt in der Höhenlage zwischen NN +-0,00 m und NN +1,50 m.
Verbandsmitglieder:
Mitglieder des Verbandes sind die jeweiligen Grundeigentümer und Erbbauberechtigten der im Verbandsgebiet gelegenen Grundstücke. Die Mitgliedschaft ist Kraft Gesetzes an das Eigentum an Grund und Boden gekoppelt.
Infos der Wasser- und Bodenverbände Jever
Weitere Infos zu Sturmfluten gibt's hier.
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