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1803: Cloppenburg fällt an Oldenburg Im Rahmen der Abtretung aller linksrheinischen Gebiete an Frankreich wurde ein Programm festgelegt, nach dem die politische Landschaft Deutschlands komplett neu geordnet wurde. Der Reichsdeputationshauptschluss besagte unter anderem, dass alle geistlichen Fürstentümer aufgelöst und ihre Gebiete den weltlichen Fürsten als Entschädigung zugestanden werden sollten. So nahm auch die Hansestadt Bremen die Gunst der Stunde wahr und wollte sich im Zuge der Neuregelung des lästigen "Elsflether Weserzolls", den das Herzogtum Oldenburg seit Graf Anton Günthers Zeiten (seit 1624 in Elsfleth) erhob, entledigen. Sie wurde in Paris vorstellig und erreichte dort mit aufwendigen Geldzahlungen zunächst die Streichung des Wertzolls. Die Oldenburger beanspruchten daraufhin einen Ersatz, da dieser Zoll jährlich 15.000 Reichstaler einbrachte. Der Herzog von Oldenburg wandte sich an seinen Schwager, den russischen Zaren Alexander I., der bereits im Oktober 1801 in einer geheimen Absprache mit Napoleon einen französischen-russischen Rahmenplan zur Neuordnung Deutschlands getroffen hatte. Am 6. April gelang es dann nach langen Verhandlungen zwischen französischen, russischen, preußischen und oldenburgischen Diplomaten, eine Konvention zu vereinbaren, wonach die münsterschen Ämter Vechta und Cloppenburg und das hannoversche Amt Wildeshausen dem Herzogtum Oldenburg als Entschädigung für den Weserzoll einverleibt werden sollten. Gleichzeitig wurde dem Herzog gestattet, als Ausgleich für die Mindereinnahmen aus den neu gewonnen Gebieten noch für zehn Jahre den Weserzoll behalten.
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