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Die Grafen von Tecklenburg und ihre Bedeutung in der Region Die Entstehung von Cloppenburg ist verknüpft mit den Grafen von Tecklenburg, die im Raum zwischen Essen (Oldb.) und Barßel bis 1400 als Landesherren geherrscht haben. 1141 kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Grafen Ekbert von Tecklenburg und Egilmar von Oldenburg, die durch die Heirat von Ekberts Sohn Heinrich mit Egilmars Tochter Eilika beigelegt wurden. Dies war für die Tecklenburger der erste Schritt zur Erwerbung von Rechten und Gütern in der Region. Karte: Die Region um 1378 Die knapp 100 Jahre später geschlossene Ehe zwischen Heinrich von Tecklenburg, dem einzigen Sohn Graf Ottos, und Jutta, der Erbtochter Graf Ottos von Ravensberg-Vechta, schien die tecklenburgische Vorherrschaft zwischen Ems und Hunte zu bedeuten. Doch nach dem Tod Heinrichs, der keine Erben hatte, verkaufte Jutta ihr väterliches Erbe 1252 an den Bischof von Münster, der damit seine Stellung an der Ems festigte und die Herrschaft Vechta an sich brachte. Der Bischof war ein starker Konkurrent für die Tecklenburger, der eine vollständige Änderung ihrer Politik veranlasste. Es ging jetzt darum, die vorhandenen Rechte zu erweitern und auszubauen und zu einer geschlossenen territorialen Herrschaft zu verbinden. Dieser Aufgabe haben sich die seit 1263 regierenden Grafen von Tecklenburg aus dem Haus der Grafen von Bentheim energisch zugewandt. Zwischen 1322 und 1330 wurden die Kirchenspiele Krapendorf, Friesoythe und Molbergen vom Bischof von Münster erworben. Um die eigene Stellung gerade in diesem Bereich, der einer fremden Gerichtsbarkeit unterstand, zu festigen und die Rechte anderer Herren zu neutralisieren, griff Graf Otto III. von Tecklenburg zum Mittel des Burgenbaus und der Stadtgründung. |