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Nach dem Ende
des zweiten Weltkrieges befanden sich ca. 10 Mill. ehemalige
Zwangsarbeiter und andere Verschleppte in Deutschland. Sie
lebten zum größten Teil in Lagern, in denen sie
jedoch nicht gefangen waren - wie während des Krieges
-, sondern freiwillig oder auf Anordnung der Alliierten wohnten.
Wenn sie es bevorzugten, konnten sie auch außerhalb
der Lager leben, sofern es nach den allgemeinen Zerstörungen
Wohnraum gab.
Die verantwortlich Militärs der jeweiligen Zonen hatten
es sich nun aber, da jetzt Frieden herrschte, zum Ziel gemacht,
die damals zwangsweise verschleppten Menschen in ihre alte
Heimat zurückzubringen. Über dieses Vorhaben waren
die DPs allerdings sehr geteilter Meinung:
Zum einen gab es die polnischen und die sowjetischen DPs,
die die größte Masse der vorhandenen DPs in Deutschland
bildete und die etwas kleinere Gruppe der (sog.) Ukrainer.
Die Masse der DPs war in ihrer Rückkehrbereitschaft jedoch
keineswegs homogen, was die Repa-triierung, für die hauptsächlich
das amerikanische bzw. englische Militär zuständig
waren, erschwerte.
Die politische Situation in den jeweiligen Heimatländern
der DPs, die von Land zu Land verschieden war, erklärt
die differierende Rückkehrbereitschaft unter den einzelnen
Völkergruppen.
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