Der Maschsee entsteht

Der Anfang zur Entstehung des Maschsees war nicht einfach. Die benötigten Geldmittel waren nur schwer zu finden. Die Stadt Hannover schien erst einmal kein Geld für den See, der schon sehr lange im Gespräch war, zu haben. Da es eine Weltwirtschaftskrise (um das 1932) gab, sah es in Hannover auch demnach aus. Die Arbeitslosigkeit bewegte sich im Jahre 1933 zu ihrem Höchststand zu. Mehr als 58.000 Beschäftigungslose zählte die Stadt.

Da kam das Projekt „Maschsee“ natürlich wie gerufen, um die Arbeitslosenzahlen für zu reduzieren. Die NSDAP hatte mit ihrer Propaganda für den See schon begonnen. Auf Fahnen, an Wänden und auf Marschzügen wurde das Maschseeprojekt hochgejubelt.

Am 28. November 1933 stand das neue Maschseeprojekt dann endlich auf der Tagesordnung der gemeinschaftlichen Sitzung der städtischen Kollegien.

Das eigentlich Entscheidende an diesem Maschseeprojekt des Jahres 1933 war dessen Verbindung mit der Leine- und Ihme- Regulierung. Dies bedeutete, das man die Hochwassergefahr reduzieren und das Leinetal besser nutzen konnte.

Am 21. März 1934 wurde der erste Spatenstich für den Maschsee getan. Als die Arbeiten begannen, gab es zwar immer noch finanzielle Probleme, aber viele Menschen fanden schließlich Arbeit am See, getrieben von der bitteren Not nahmen sie schlechte Arbeitsbedingungen und geringe Löhne in Kauf.

Die Löhne waren nicht viel höher als die Unterstützungssätze. Die Arbeiter mussten ihr eigenes Werkzeug und ihre Utensilien, die sie benötigten, mitbringen, da diese nicht oder nur wenig vom „Arbeitgeber“ gestellt wurden, was ihren Verdienst schmälerte. Nicht alle waren mit diesem Verdienst einverstanden, weil sie sich von den großmäuligen Versprechungen der Nazis mehr erhofft hatten.

14 Lokomotiven und 365 Kipploren wurden auf ca. 15 km Gleisanlagen eingesetzt. Dazu kamen nur Bagger und 5 Raupen. Es waren am Anfang 100 Arbeiter, aus denen zum Schluss 1.650 wurden.

Im Frühjahr 1935 beendete man endgültig die Arbeiten. Das Maschseeprojekt war vollendet.