Erste Kunstwerke rund um den Maschsee

 

Die Statuen, die man heute noch am Maschsee sehen kann, wurden in den dreißiger Jahren von Künstlern aus Hannover entworfen und in Wettbewerben ausgewählt.

Für die Verschönerung des Nordufers standen 50.000 RM zur Verfügung. Dieses Geld stiftete Kommerzienrat und Senator Fritz Beindorff dem Oberbürgermeister.

Die Fackelträgersäule wurde von Professor Herman Scheuernstuhl entworfen und gewann den ersten Preis. Die vergoldete Figur, die 20 Zentner schwer ist, konnte nur mit Mühe auf ihren Standort, 18,5 m über der Erde, gebracht und verankert werden. Die Säulenfigur wurde ein Symbol des Dritten Reiches und hatte die Inschrift: „Verkünderin des Gesunden und des Starken.“ Weiterhin wurde von Professor Herman Scheuernstuhl der ,,Putto auf dem Fisch“ entworfen, der zu Füßen des Fackelträgers, ebenfalls 1936, seinen Platz fand.

Das Menschenpaar von Georg Koldes wurde 1937 aufgestellt. Schon einige Monate davor, schrieb der „Hannoversche Kurier“, dass über Kolbes Figuren „ein zarter Hauch von Hoheit liegt“. Das Kunstwerk, die ,,Beiden Löwen“, wurde am nördlichen Teil des Sees 1938 errichtet. Entworfen wurde es von Arno Breker und es steht ebenfalls für Kraft und Stolz.

In allen diesen Werken fand sich der Kunstgeschmack des Dritten Reiches.

Die erst im Jahr 1948 errichtete Figur auf der Südseite des Ufers wurde von Erich Haberland entworfen. Die Figur ist ein Schwimmer, der in angespannter Konzentration, kurz vorm Absprung ins Wasser ist.

1950 wurden von Erich Haberland die Schäden an den ,,Beiden Löwen“, die durch Bombensplitter entstanden waren, beseitigt. Die Figuren am Maschsee sind erhalten gebliebene Zeichen des nationalsozialistischen Kunstverständnisses.