Die Anfänge des Maschseevereins

 

Theodor Onger blieb 1876 mit seinen Plan für einen See im Bereich der Maschwiese noch ohne Resonanz. Dagegen hatten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Verhältnisse grundlegend geändert. Inzwischen war, vom Aegidientorplatz sich ausbreitend, die Südstadt an die Masch herangewachsen. 1901 wurde die Planung zur Anlage der Maschrandstraße (Rudolf-von-Bennigsen-Straße) beschlossen und sofort in die in die Tat umgesetzt. Es gab Bestrebungen, die Masch in einen Stadtpark zu verwandeln. Doch angesichts der ständig wiederkehrenden Überflutungen suchte man auch nach anderen Lösungen.

1904 wurde der Maschseeverein mit dem Ziel der Mitwirkung an der Umgestaltung der Masch gegründet. Hannover wurde mit anderen Städten Deutschlands verglichen, die „belebende Wasserflächen“ besitzen. In Zeitungsartikeln wurde der Reiz und die Möglichkeiten von solchen Wasserflächen beschrieben.

Der Maschseeverein ließ sich durch die ablehnende Haltung der Stadt Hannover nicht entmutigen. In Vorträgen in Vereinen und in Zeitungsartikeln warb er weiter für sein Projekt. Im Hannoverschen Tageblatt vom 9. November 1905 fasste August Heinrich Plinke die bisherigen Ergebnisse des Maschseevereins zusammen. Darauf reagierte der Städtische Oberlandmesser a. D. Leopold Hammer in einer eigenen Broschüre, in der er versuchen wollte, „... das ganze Maschseeprojekt  als ein >weit entferntes Lustgebilde < zu enthüllen“ (Der Maschsee, S. 27). Er führte sowohl Kostenprobleme, als auch  praktische Umsetzungsschwierigkeiten an. Er sprach damit für viele Hannoveraner, die der Meinung waren „Use Masch un Eilenriede söllt uns beliewen alle Tiede.“ (Der Maschsee, S. 29).

Aufgrund der ablehnenden Haltung der Stadt und der fehlenden fachlichen Unterstützung von dort, wurde innerhalb des Vereins eine besondere Kommission mit Fachleuten gebildet um fundierte Vorschläge für das „Maschseeprojekt“ unterbreiten zu können.