Hein Bredendiek

- ein berühmter Jeveraner -

 

Hein Bredendiek – dieser Name ist nicht nur den Jeveranern ein Begriff. In seiner Heimatstadt Jever waren nicht nur zahlreiche Ausstellungen im Schlossmuseum zu bewundern, sondern er las auch häufig aus seinen schriftstellerischen Werken bei dem sogenannten „Litera Tee“. Überregional wurde er durch die Radiosendung „Hör mal’n beten to“von Radio Bremen sehr bekannt.

1986 wurde der gebürtige Jeveraner zum Ehrenbürger der friesischen Stadt ernannt und auch die Stadt Oldenburg ehrte ihn durch die Verleihung des Großen Stadtsiegels.Darüber hinaus erhielt er zahlreiche literarische Auszeichnungen.

 

Besonders die Artikel und Nachrufe zu seinem Tode im Jeverschen Wochenblatt“ haben deutlich gemacht, welch hohes Ansehen er in Oldenburg und Umgebung, speziell aber in Jever, erlangt hatte.

Sein künstlerisches Können wird hervorgehoben und auch seine schriftstellerischen Leistungen werden sehr gelobt. Hein Bredendiek hat dadurch, dass er seine Werke auf Plattdeutsch verfasste, seine starke Verbundenheit mit seiner Heimat aufgezeigt und somit auch einen wesentlichen Beitrag zur niederdeutschen Literatur geschaffen (siehe auch die Geschichte „Vör’n Spegel“). Zudem war er auch noch Leiter der Arbeitsgemeinschaft Niederdeutsche Sprache und Schrifttum, was verdeutlicht, wie wichtig ihm seine „Muttersprache“ war. Doch dies war nicht das einzige, wofür sich Hein Bredendiek einsetzte. Er war außerdem auch Vorsitzender des „Schrieverkrings“ und der Bevensen-Tagungen.

 

Hein Bredendiek konnte also auf ein sehr ausgefülltes Leben zurückblicken. Doch nicht nur seine Werke - schriftstellerische wie künstlerische - machen die Anerkennung der Jeveraner gegenüber Bredendiek aus. In den Artikeln des „Jeverschen Wochenblattes“ wird dem Leser verdeutlicht, welch einen Eindruck er auch auf der menschlichen Ebene hervorgerufen hat. So schreibt der Autor des Nachrufes „Jever war seine Lebensform“ aus dem „Jeverschen Wochenblatt“ vom 25. April 2001 / Nr. 96 zum Beispiel „Die größte Begabung Hein Bredendieks aber war es wohl, auf andere zugehen zu können.“ Tatsächlich hatte Hein Bredendiek einen rieseigen Freundeskreis und in seinen früheren Jahren hat er zahlreiche Bekanntschaften mit berühmten Persönlichkeiten wie zum Beispiel Karl Jaspers, Ernst Barlach oder Yehudi Menuhin gemacht.

In dem Artikel wird weiterhin deutlich, dass Hein Bredendiek auf die Menschen einging und sie auch im hohen Alter immer als Gäste willkommen hieß. Seine Freunde hatten stets einen hohen Stellenwert in seinem Leben. Nicht nur für den Gastgeber war ein Besuch von Bekannten ein Vegnügen, sondern auch die Besucher wurden stets gut unterhalten. Hein Bredendiek hatte viel in seinem Leben erlebt und er wusste diese Erlebnisse in Worte zu fassen.

 

Hein Bredendieks literarische Arbeiten stehen für seine Bekannt-und Berühmtheit als Schriftsteller und seine zahlreichen Bilder für dieselbigen als Maler. Doch der große Bekannten-und Freundeskreis zeugt davon, welch große Beliebtheit Hein Bredendiek auch als Mensch hinterlassen hat.