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Die Flucht und Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg war für alle Beteiligten ein sehr prägendes Erlebnis. Auch wenn die Flüchtlinge alle ihre Heimat nicht verlassen wollten so waren sie jedoch entweder durch die vorrückenden Russen oder durch die massiven Bombenangriffe der Alliierten gezwungen ihre Heimatstädte zu verlassen. Doch auf den Flüchtlingstrecks waren sie nicht sicher. Dort waren sie den Angriffen vornehmlich russischer Tiefflieger ausgesetzt. Hatte man die Flucht in den Zügen oder auf den Trecks unbeschadet so waren die Probleme noch längst nicht überstanden. Auch in den Städten in die man eingeteilt wurde hatten sie mit großen Problemen zu kämpfen. Selbst wenn man von den Gastfamilien, bei denen einfach Wohnungen beschlagnahmt wurden, freundlich aufgenommen wurde, so hatte man oft mit den Vorurteilen anderer Ortsansässiger zu kämpfen. Und selbst wenn man das Glück hatte von den Ortsansässigen auch freundlich behandelt zu werden, so hatte man dennoch keine Einnahmequelle. Viele Familien waren auch männliches Oberhaupt da diese häufig in russischer Kriegsgefangenschaft waren.
Zahl der Einwohner und Flüchtlinge/Vertriebenen in ausgewählten Gemeinden des Einzugsgebietes der Schule (Land Hadeln): aus Einwohnerstatistik des Landes Niedersachsen von 1952 (Kreisarchiv Otterndorf)
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| Ort |
Einwohner 1939 |
Einwohner 1950 |
Davon Flüchtlinge und Vertriebene |
Anteil der Bevölkerung 1950 |
| Lamstedt |
1.266 |
2.232 |
748 |
33,5 % |
| Hemmoor |
448 |
779 |
230 |
29,5 % |
| Warstade |
1.589 |
2.664 |
849 |
31,9 % |
| Osten |
973 |
1.132 |
482 |
42,6 % |
| Wingst |
2.074 |
3.232 |
1.008 |
31,2 % |
| Cadenberge |
1.418 |
2.625 |
829 |
31,6 % |
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Gesamtzahl der Flüchtlinge und Vertriebenen in Niedersachsen: 2.261.000, was insgesamt einem Bevölkerungszuwachs von über 50% gegenüber 1939 bedeutet. Niedersachsen (51,9%) hat damit mit Schleswig-Holstein (73,1%) die höchste prozentuale Aufnahmequote aller Bundesländer.
Aufteilung aus den einzelnen Fluchtgebieten:
- Baltische Staaten und Memelland: 38.000
- Ostpreußen und Danzig: 458.000
- Pommern und Brandenburg: 312.000
- Berlin: 112.000
- Sovietunion und Polen: 192.000
- Sovietische Besatzungszone: 257.000
- Schlesien: 722.000
- Tschecheslowakei: 58.000
- Jugoslawien, Rumänien, Ungarn: 45.000
- sonstige Länder: 67.000
(Quelle: Niedersächsisches Amt für Landesplanung und Statistik)
Abschließend ist zu sagen, dass die Flucht nur für alle Beteiligten Schwierigkeiten brachte.
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