Kleiabbau und Wangermeer bei Hohenkirchen im Jahre 2011

Den ganzen Winter über wurde weiter gebaggert. Ende März 2011 war die Fläche südlich des Siedlederweges auf über 3m Tiefe ausgebaggert und der Blausand auf der Insel aufgetürmt worden.
 
Ein Fahrweg von Helmstede zur Insel und die Vertiefung der abgebaggerten Fläche auf 3,5m vor Gottels
 
Mitte März wurde mit den Vorbereitungen zum Abbaggern der restlichen Kleiflächen begonnen. Westlich von Gottels wurde ein Fahrweg angelegt.
Anfang April begann man damit, die Hohenkirchener Leide umzuleiten und neu zu baggern.
 
Nur 15m von der nördlichen Straßenseite entfernt verläuft die Leide nun.
 
 
Die Leide ist geflutet
 
Von morgens bis abends wird die 1-1,5m dicke Kleischicht abgetragen.
 
Noch sieht die Insel aus wie eine zerklüftete Landschaft aus Sand- und Schlamm.
 
Am 1. Juni 2011 wurde nachmittags ein Kabel von einem Bagger versehentlich durchtrennt. Zum Glück passierte dem Baggerfahrer nichts. Die EWE als Energieversorger schickte sofort einen Reparaturtrupp, der den Schaden an der 20 kV Leitung sofort provisorisch behob. Vorsichtshalber wurde auch die Telekom informiert, da ein vieladriges Fernmeldekabel ebenfalls durchtrennt worden war - es stellte sich heraus, das es bereits außer Betrieb war - daher konnte die Reparatur entfallen.
 
Klei vor Gottels entfernt und Fahrstrasse neu angelegt

Foto-Montage - so könnte das Wangermeer 2012 zwischen Hohenkirchen und Gottels aussehen.
 
Der Aushub der Vertiefung wird Richtung Gottelser Straße verfüllt.
 
Vertiefung am Fahrweg und Blick auf das "Vogelparadies" vor der Rundinsel
 
Flutung im nordöstlichen Teil des Wangermeeres und Beendigung des Kleiabbaus. An der Helmsteder Straße wird die Uferböschung profiliert.

Bericht aus dem Jeverschen Wochenblatt vom 11. September 2011 zu den Planungen eines Rundweges um das Wangermeer.
 
Planungsbauschild der Gemeinde Wangerland zum Ausbau des Wangermeeres und zum 1. Bauabschnitt des Wohngebietes an der Promenadenbrücke.
 
Im Oktober wird mit der Vertiefung zwischen Hohenkirchen und Gottels begonnen. Von morgens 7 Uhr bis spät abends wird täglich 10 Stunden gebaggert.
 

Nächstes Jahr Klei aus dem Außengroden

DEICHSCHAU Letzten Kubikmeter in Hohenkirchen entnommen / Weitere Pfahlbuhne in Hooksiel

 
Der Klei ist 2010 und 2011 ausschließlich auf der Seeseite eingebaut worden. Die Deichkrone wurde auf zehn Meter überhöht. Auf der Binnenseite entstand ein Absatz. Später wird die Krone auf 8,65 Meter endprofiliert.
von DÖRTE SALVERIUS

Elisabethgrodendeich ist noch weitere vier Jahre eine Baustelle.


FÖRRIEN/SAL - Die Deiche im Bereich der Gemeinde Wangerland seien insgesamt in einem guten Zustand, resümierte Gerd Peters gestern nach der Herbstdeichschau im Restaurant "Zum Deichgrafen" in einem Gespräch mit Pressevertretern.
Handlungsbedarf besteht nach seinen Worten weiterhin in Hooksiel. Da ist zum einen der Seedeich, der auf einer Länge von 1100 Metern einen Unterbestick von bis zu 40 Zentimetern aufweist. "Hier ist mittelfristig eine Erhöhung geplant", sagte der Leiter des zuständigen Fachbereichs Umwelt beim Landkreis Friesland.
Ein weiteres Problem ist der Abbruch des Vorlandes in Höhe des Außenhafens. "Durch den Bau von drei Pfahlbuhnen beim Strandgebäude I haben wir die Situation dort stabilisieren können", so Gerd Peters. Mit dem Bau einer vierten Buhne ist jetzt begonnen worden. "Ohne die Buhnen stünde das Strandgebäude inzwischen auf einer Insel", meinte Peters, der sich von einer Verlängerung der Hafenmole, wie sie jetzt vom Land Niedersachsen geplant ist, positive Auswirkungen auch auf das Vorland verspricht.
Einen Strich zog der III. Oldenburgische Deichband unter den Kleiabbau in Hohenkirchen für die Erhöhung und Verstärkung des Elisabethgrodendeiches.

"Wir haben in diesem Jahr den letzten Kubikmeter Klei entnommen"

, stellte Peters fest.

In den vergangenen acht Jahren seien dort 1,29 Mio. Kubikmeter Klei gewonnen und in den Deich eingebaut worden.

Thorsten Wehrmann vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz wies noch einmal auf die im vergangenen Jahr erfolgte Umstellung des Bauverfahrens hin: Wie schon 2010 ist der Klei aus Hohenkirchen auch in diesem Jahr ausschließlich auf der Seeseite des Deiches eingebaut worden, und zwar noch einmal auf einer Länge von 2000 Metern. Bis auf 300 Meter ist die Außenböschung des Deiches fertig. "Insgesamt haben wir in diesem Jahr 4,3 Millionen Euro für den Elisabethgrodendeich ausgegeben", sagte Wehrmann.

 
In den kommenden Jahren wird nun die Binnenböschung gebaut. Der Klei dafür kommt dann aus dem Elisabethaußengroden. Die erforderlichen Vorarbeiten seien bereits erfolgt, erklärte Deichbandvorsteher Früsmer Ortgies.
Aus dem Jeverschen Wochenblatt vom 14.10.2011
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