Fastnachtslopen - Fastnacht - Rosenmontag
Lebendige Tradition im Wangerland


Up dissen Dag hefft wi all lang luurt - Maandag mörgen mööt wi na't School, man dissen Maandag ist Fastnacht und dat is wat besünners.





Up'n Schoolweg hört wi all dat Tuten un Blasen van den Maler, dat is de Hauptmann van de Fastnachtslü, de van Hus to Hus dör dat Dörp un övert Land gaht un de Hann open holt för Geld, Eier, Appels, Schnaps un annern Kraam, de de Lü ehr tostecken doot. Slachter, Bakker, Schössteenfeger un dat Eierwief loopt mit un de rode Düvel mit sein Steert un Düvelsgeig.

In dissen Moment klauen een poor Schölers Eier ut de Kiep un schmeeten se up de Fastnachtslü. Dat weer een moi Pläseer un so gäven se dat Swartmaken to un trukken af. Man wi gäven nich up un trukken achterto. Ok bi uns in't Oldörper Volksschool (baben sünd de Hokarkers to sehn) sungen se un as se aftrecken schullen, do greepen se sick een por Deers, de Bakker hol se fast und de Schössteenfeger spee in sein Hannen, panier sein Fingers mit Ruß un Schohkreem un fohr dormit öwer dat käsig Gesicht. Jeder, de nich flink genoog utrieten kunn - gung dat ähnlich.


Dit Bild baben stammt van 2003 un wiest, dat ok de Fastnachtslü ut Garms eelker Johr wedder an ehr School na Hokarken koamt, üm hier to singen. So wat gifft dat blots noch hier an disse School.

De Jungs wulln ehr Deerns schützen un so targen se dat Eierwief, de ehrn schworen Kiep afleggt harr, üm bi't Fastholln to helpen.


Fastnacht 1960 an Oldörper School

Van Oldörp över Neewarfen, Uthusen, Gammens, övert froren Land queraff na Hillershusen, Tammhusen den ganzen vörmiddag lang un denn wulln se övert Deep na Tatshusen un Öldörper Sietwenn - man wiel dat all tweelf Ühr middags weer, gungen wi nu na't School torüg, dormit wi uns Ranzen afholn kunn. Uns Meester luur all up uns Utrieters un schullt düchtig mit uns, dat wi eenfach so wegloopen weern (watt harr uns all passeern kunnt). He weer good in Brass un dorför mussen wi all tohop een ganzen Week lang ümmer een Stünn nasitten, man dat hefft wi geern maakt för dissen Spaß an Rosenmaandag.

De Fastnachtslü sünd Middags denn bi Anna Berger in Oldörper Boom ankomen, hefft de Eier in'n Paan hauen un Röhrei äten. Den Rest van den Dag hefft se denn düchtig fiert un Dienstag maaken se meest Tied blau, wiel denn de Meister up Tour weer to'n Bessensmieten. Vandag sünd de Lehrjungens mit Moped of Fohrrad ünnerwegens un koamt van de gröter Dörper na Hokarken, wo se in de grode Paus ok in de School vorsingen doot. Up'n Schoolhoff un an de Bushaltestäe griept se sick de Schölers, um se swart to maken. De Kinner, de fiert Fastnacht in de Klassen un loopt mit Masken und bunt Kleeder rüm un hebbt so ehrn Spaß.


Aus dem Jeverschen Wochenblatt

Bi jeder Hus gifft he den Takt an un haut de Geig in Grund un singt dorto so luut he kann "Vivat (snackt man Fiefatt ) Fasnacht " All de anner Lehrjungs stimmt mit in. Dornah kriegt se Eier of Geld un denn singt se noch dat Dankleed "Nun adée ihr lieben Leute.."
Die "Schwarzmacher" sind die Lehrlinge aus Handwerksberufen aus der Gegend, die sich am Rosenmontag in jedem Jahr zu ihrer traditionellen Fastnachtstour treffen. Ursprünglich ist dieser Lauf vor vielen Jahren entstanden. Die Lehrlinge haben sich damals auf den Weg gemacht, um ihren spärlichen Lohn etwas aufzubessern.
Einer der Jungs geht deshalb auch heute noch in jedem Jahr als Eierweib. "Früher haben die Lehrlinge an den Türen Eier verkauft", weiß Henning Gerdes, der in diesem Jahr mit den Waddewarder Lehrlingen als Hauptmann unterwegs war. Damals wurden die Handwerker zum Teil mit Schinken oder Wurst entlohnt. Heutzutage gibt es entweder etwas Geld in die Kasse oder einen Schluck zum Aufwärmen.

Aus dem Jeverschen Wochenblatt

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