Wiefels

Wiefels ist eine kleine schöne Ortschaft zwischen Jever und Tettens.
Mit einer Einwohnerzahl von ca.300 Einwohnern gehört Wiefels zu den kleinsten Ortschaften im Wangerland.


Im Café Teestube gibt es auch Ostfriesische Spezialitäten.


Das Restaurant in unserem Dorf heißt Fresenhof.

Dies ist unser SB Markt.

Dies alte Wiefelser Kirche gehört zur Kirchengemeinde Jever.

Wiefels hatte lange Zeit eine Bahnhaltestelle, weil es direkt an der Bäderlinie von Jever nach Harlesiel liegt.
Inzwischen sind die Schienen einem Radweg gewichen - nur ein paar Eisenbahnachsen erinnern noch an die Bahn.
Am nördlichen Ortsausgang gab es eine bedeutende Schmiede mit einer florierenden freien Tankstelle.

Links ist eine Aufnahme aus dem Historienkalender von 1952 zu sehen mit der Wiefelser Mühle, die damals vor dem südlichen Ortsausgang stand.
Links ist die alte Schule - heute Dorfgemeinschaftshaus
oder auch Fritz Harms Hus
zu sehen.
Auf dem Schulhof befindet sich ein Kinderspielplatz und im Gebäude ein Saal, der von der Dorfgemeinschaft und den sehr erfolgreichen Mannschaften des Wiefelser Boßelvereins intensiv genutzt wird.

Aus der jüngsten Vergangenheit ca. 1950:
Von der Schule zum Haus der Dorfgemeinschaft: Das Foto zeigt das Schulgebäude mit dem separaten Toilettenhaus. Verbunden wurde beides durch ein Vordach, unter dem die Kinder ihre Räder abstellen konnten.
Von Wolfgang Koppen - Jeversches Wochenblatt:
Fritz Harms lehrte und lebte für "sein" Dorf
Die ehemalige Wiefelser Schule ist heute Dorfgemeinschaftshaus des Ortes Wiefels.
Mit einem leisen Knirschen öffnet sich die zweiflügelige Eingangstür. Dahinter ist ein großer Flur. Die Wände sind halb hoch und der Boden gänzlich mit Steinzeug belegt. Gegenüber des Eingangs blicken einige präparierte Vögel aus ihren Schaukästen auf den Besucher herab.
An der linken Wand führt eine große Holztreppe in das Obergeschoss. Schon beim Betreten des Fritz Harms-Hus wird eines deutlich:
Hier wurde früher emsig gelernt und gebüffelt. So müssen die Schulen früher wohl überall ausgesehen haben. Früher das war Anfang der 50er Jahre.
Zwei Klassen gab es in Wiefels, eine für das erste bis vierte und eine für das fünfte bis achte Schuljahr. Die Klassenräume lagen im Erdgeschoss nebeneinander. Vom Flur aus betraten die Kinder ihre Wirkungsstätten.
Dort wartete Hauptlehrer Fritz Harms. Er selbst wohnte gegenüber in der alten Schule. Die hatte nur eine Klasse und mit der Fertigstellung der neuen Schule im Jahre 1951 ausgedient.
Der Klassenraum wurde zu einer Wohnung für den zweiten Schullehrer umgebaut. Vorbei waren die Zeiten, in denen im Schichtdienst unterrichtet wurde:
Die Großen erst eine Woche nachmittags dann eine Woche vormittags, die Kleinen in den nicht genutzten Zeiten.
Das ging so bis 1973.
Dann mussten alle Kinder der Altgemeinde Tettens (sie bestand aus den Orten Tettens, Wiefels, Garms und Middoge) zentral nach Tettens zur Schule, der Fritz Harms als Rektor vorstand.
Das aber führte zu Platzproblemen, und so wurden die dritten Klassen nach Wiefels ausgelagert. Zwei Jahre später bekam die Schule in Tettens einen Anbau, und die dritten Klassen konnten fortan auch dort unterrichtet werden.
Das Wiefelser Schulgebäude stand leer. Das aber nicht lange.
Dorfgemeinschaftsvorsitzender und Ratsherr Fritz Harms setzte sich im Jahre 1975 dafür ein, das Gebäude künftig als Dorfgemeinschaftshaus zu nutzen. Die Gemeinde war einverstanden. Seitdem finden in dem früheren Schulhaus zahlreiche Veranstaltungen der Einwohner statt.
Der Boßelverein hat eine Unterkunft gefunden, und auch die Jugend hat einen Raum zur Verfügung. Das übrigens seit nun mehr 50 Jahren, denn gleichzeitig mit der Eröffnung als Schule richtete Fritz Harms den Jugendlichen ein eigenes kleines Reich ein.
Die Einwohner dankten Harms sein Engagement:
Sie benannten das Haus später nach ihm und spucken auch heute noch kräftig in die Hände, wenn es darum geht, die Bausubstanz zu erhalten oder Fehlendes nachzurüsten.
So wurde in den Jahren 1987 und 1988 eine Sportübungshalle angebaut. Die Gemeinde übernahm die Materialkosten, die Einwohner die Arbeit.
Die Fertigstellung der Übungshalle erlebte Fritz Harms nicht mehr mit. Wie eng der frühere Lehrer dem Dorf verbunden war, das zeigt sich im Gespräch mit Arthur Janssen, seinem Nachfolger als DG-Vorsitzender: "Auf dem Sterbebett musste ich ihm in die Hand hinein versprechen, mich sorgfältig um alles rund um das DGH zu kümmern".
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