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Nacherzählung
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Die Weimarer Republik

 

Der Anfang

 

Die Weimarer Republik war die erste Republik in Deutschland. Sie entstand 1919 infolge der deutschen Niederlage im 1. Weltkrieg.

Die Bevölkerung war im Herbst 1918 durch den Krieg müde und ausgehungert, die allgemeine Stimmung war schlecht. Da die Lage an den Fronten aussichtslos war, wurde der Ruf nach einem Friedensvertrag lauter. Es gab Arbeiterstreiks und die Menschen forderten Reformen, um ihre Lage zu verbessern.

Mit der Novemberrevolution 1918 dankte der deutsche Kaiser Wilhelm II. ab. Das war das Ende des 1. Weltkriegs und des Kaiserreichs. Am 11. August 1919 trat in der Nationalversammlung die neue Reichsverfassung in Kraft, so entstand die erste parlamentarische Demokratie im deutschen Reich: die Weimarer Republik.

 

 

Die Radikalisierung ab 1919

 

Nun bestand ein Parlament, dessen Träger die Parteien waren. Doch es gab noch viele Anhänger der gerade zusammengebrochenen Monarchie. Ohnehin gab es eine weit verbreitete Geringschätzung des Parlamentarismus. Auch war die innenpolitische Entwicklung durch eine Radikalisierung von rechts und links gezeichnet. Ab 1919 bildeten sich in der Parteienlandschaft vollkommen entgegengesetzte Vorstellungen über die politische Gestaltung Deutschlands heraus. Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) wollte eine Räterepublik errichten. Die monarchisch gesinnte Deutschnationale Volkspartei (DNVP) bekämpfte erbittert das parlamentarisch-demokratische System der Weimarer Republik. Die Leitbilder dieser extremen Rechten waren radikaler Nationalismus und Antisemitismus.

 

Kapp-Lüttwitz-Putsch

 

Im März 1920 versuchte eine Verschwörergruppe um den ranghöchsten Reichswehrgeneral Walther von Lüttwitz und den ostpreußischen Generallandschaftsdirektor Wolfgang Kapp, durch einen Putsch die Errichtung eines diktatorischen Regimes. Der Putsch scheiterte aber schon nach wenigen Tagen an einem von Gewerkschaften und republiktreuen Parteien ausgerufenen Generalstreik.

Im Anschluss bildete sich im Ruhrgebiet die von Kommunisten geführte „Rote Ruhr-Armee“ auf, die das Ruhrgebiet  zeitweise unter ihre Kontrolle brachte. Dieser Aufstand wurde brutal niedergeschlagen, wodurch sich die Arbeiterschaft weiter radikalisierte.

 

 

Das Ende der Weimarer Republik:

 

Die Weltwirtschaftskrise, daraus resultierend große Arbeitslosigkeit, Straßenkämpfe, SA-Terror und politische Müdigkeit läuteten das Ende der Weimarer Republik ein. In einem politischen Ränkespiel zwischen den verfeindeten Lagern der konservativen Kräfte, der Sozialdemokraten und der erstarkten Nationalsozialistischen Partei ging Adolf Hitler mit seiner Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 als Sieger hervor. Mit der Annahme des Ermächtigungsgesetzes am 24. März 1933, das Hitler fast unbegrenzte Rechte verlieh, schaltete sich das Parlament selber aus.