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Das Ende
Zur Jahreswende 1929/30 kam ein Gerücht von der Schließung des Barkenhoff-Heimes auf. Der Zentralvorstand der Roten Hilfe vermutete, dass dahinter eine Kampagne der „Renegaten“ um Heinrich Brandler stecke. Damit waren oppositionelle Kommunisten gemeint, die sich gegen den „ultralinken“ Kurs der KPD-Führung seit 1928/29 gestellt hatten und deshalb aus der KPD und später auch aus der Roten Hilfe ausgeschlossen wurden. Das Gerücht erwies sich aber als unzutreffend. Was jedoch zutraf, war der Rückgang der Kinderzahlen in den einzelnen Transporten. Ende 1930 ging der Barkenhoff von der „Quieta“ zur „Elwor-Erholungsstättengesellschaft“ über. Die Rote Hilfe nutzte ihn aber weiterhin. Im März 1931 übernahm die „Proletarische Kinderferienheime e.G.m.b.H.“ aus Berlin die Verwaltung. Der Verwaltungswechsel folgte auf Grund der geringen Belegung mit Kindern im Verlauf des Jahres 1930. Die Genossenschaft „Proletarischer Kinderheime“ sollte die Kinder und Jugendliche gegen Bezahlung aufnehmen. 15 Plätze reservierte sich die Rote Hilfe weiterhin und nutzte sie. Das Personal der Roten Hilfe wurde entlassen, und das Haus wurde selbständig von der Genossenschaft verwaltet. Unserer Meinung nach wurde das Personal entlassen um Geld einzusparen. Im Februar, März, Mai und Oktober 1931 wurden jeweils 15 Kinder von der Roten Hilfe nach Worpswede geschickt. Nach den letzten Transporten im Jahre 1931 konnte man keine weiteren Transporte nachweisen. „Die Rekrutierung von Kindern gegen Bezahlung scheint schwierig gewesen zu sein“, meint der Berkenhoff-Experte Siegfried Bresler. Im Jahre 1932 erschien eine Anzeige, worin der Barkenhoff für die Aufnahme und Pflege von Kindern ab dem ersten Lebensjahr warb. Im April 1932 meldete der Stader Regierungspräsident dem preußischem Innenministerium, das von der Roten Hilfe unterhaltene Kinderheim Barkenhoff sei seit dem 31. März 1932 geschlossen worden. „Was in Zukunft mit dem Barkenhoff geschehen soll ist nicht bekannt.“ Er ging in den Privatbesitz des Gartenarchitekten Schwarz über.
Quelle: Bresler (1991).
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