Das Kloster
Lotte und Peter Paepcke
Eva und Dieter
Bachenheimer
Irmgard und Ursula
Giessler
Gerhard Zacharias
Helga und Heinz-
Kasimir Karmiol
   

Eva und Dieter Bachenheimer

 

Max Bachenheimer war Jude, aber 1938 zur katholischen Kirche übergetreten, nachdem er seine streng katholische Frau Hildegard geb. Seckler geheiratet hatte. Sie hatten zwei Kinder, Dieter und Eva. Sie wohnten in Hüsten im Sauerland. Nach der Reichskristallnacht wurde die Familie angefeindet. Max Bachenheimer war kurze Zeit im KZ Sachsenhausen und kam Weihnachten 1938 frei. Silvester 1938 verließ er Deutschland in Richtung Niederlande, um dort die Auswanderung seiner Familie nach Brasilien zu betreiben.

1939 zog Hildegard Bachenheimer mit ihren Kindern nach Hagen und brachte sie im Schutzengelkinderheim unter. 1943 wurde das Kinderheim wegen der beginnenden Bombardierung nach Stegen verlegt.

Aufgrund seiner 1944 beendeten Schulzeit konnte Dieter Bachenheimer Stegen verlassen, um sich einer Berufsausbildung zu widmen. Als er wegen einer Lehrstelle nach Freiburg zum Arbeitsamt mußte, wurde von zwei Gestapo-Leuten ausgequetscht. Er sollte den Aufenthaltsort seines Vaters preisgeben; dieses tat er, wenn auch heulend, nicht.

An einem Sonntagmorgen im Sommer 1945 kam der Vater von Dieter und Eva zurück. Alle hatten schon geglaubt, dass er nicht mehr am Leben sei. Es wurde ein trauriger Sonntag, denn Max Bachenheimer musste erfahren, dass seine Frau bei dem großen Angriff auf Dortmund am 6. Oktober 1944 ums Leben gekommen war.

Eva erfuhr, dass ihr Vater den Krieg überlebt hatte. Sie erzählte, es sei die schönste Minute ihres Lebens gewesen. Während Dieter nach der Schulzeit 1944 Stegen verließ, blieb Eva bis zum Kriegsende 1945 dort.

 
 

                  Max Bachenheimer


                        Hildegard Bachenheimer mit ihren Kindern Eva und Dieter.