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Helga und Heinz-Kasimir KarmiolAm 28. Mai 1994 kam es nach über 50 Jahren seit der Verlegung des Schutzengelkinderheimes aus Hagen-Eilpe zu einem ersten Treffen der Stegener Ehemaligen, an dem etwa vierzig Personen teilnahmen. Während eines Lichtbildervortrages entdeckte man auf einigen alten Fotos ein Mädchen namens Helga Karmiol, das zusammen mit ihrem Bruder Heinz-Kasimir Karmiol zu den Waisenkindern gehörte. Es wurde behauptet, dass beide jüdischer Abstammung wären. Heinz-Kasimir Karmiol ist verstorben. Seine Schwester Helga lebt heute zurückgezogen und verheiratet im Ruhrgebiet. Außerdem will sie an die damalige Zeit nicht mehr erinnert werden. Als Zeugin konnte Ruth Flügge, die auch zum Schutzengelkinderheim in Stegen gehörte, befragt werden. Die Freundschaft zwischen Ruth Flügge und Helga Karmiol wurde 1951 unglücklich abgebrochen, als Ruth Flügge heiratete. Sie wünschte sich Helga Karmiol nämlich als Trauzeugin, diese durfte aber auf Anweisung der Leitung des Schutzengelkinderheimes nicht teilnehmen, weil Ruth Flügge reformiert getraut wurde. Da die Freundinnen einander nicht mehr sehen durften, lebten sie sich auseinander. Helga Karmiol, die später Tänzerin wurde, habe nach Aussage von Ruth Flügge einen jüdischen Vater und eine nicht-jüdische Mutter gehabt. | ||||||||||
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