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Opfer
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Opfer

 

"Von den über 500.000 deutschen Juden im Jahre 1933 werden wohl 200.000 ermordet – rund 300.000 können fliehen. Nur 20.000 Juden können den Krieg in Deutschland überleben, 15.000 -17.000 in Mischehen mit nichtjüdischen Partnern, 3.000 – 5.000 sind untergetaucht. Aus den Konzentrationslagern kehren nur 9.000 Juden zurück."

Quelle: Trampe, Gustav (Hrsg.): Menschlichkeit in unmenschlicher Zeit, Allee der Gerechten, Berlin, Ullstein, 1995, S. 43.

 

Auf der Website der „Christlichen Freunde Israels“, dem deutschen Arbeitszweig von „Christian Friends of Israel“ (CFI Jerusalem), findet sich unter der Überschrift „Yad Vashem – Mahnmal für die KZ-Opfer: Leben aus dem Tod“ ein bemerkenswerter Beitrag, den wir im folgenden zitieren möchten:

„(Geschichte Israels; Hesekiel 37,1-14) Im Garten des Yad Vashem-Museums steht ein Mahnmal für die Opfer der Konzentrationslager. Es stellt sehr dünne Gestalten und Stacheldraht dar. Das Kunstwerk erinnert jedoch sofort an das im 37. Kapitel des Hesekiel-Buches beschriebene Knochenfeld. Dort wird beschrieben, wie Hesekiel ein Feld von verstreut umherliegenden Knochen sieht. Gott läßt Fleisch und Sehnen um die Knochen wachsen und erweckt sie schließlich zum Leben, indem er ihnen seinen Geist einhaucht.

Daß diese Erinnerung an das Knochen-Bild von Hesekiel in einem Holocaust-Museum steht, kommt nicht von ungefähr: Fleisch und Sehnen, die um die Knochen von Hesekiel 37 wachsen, sind auf einen entstehenden Staat zu deuten. Genau das ist passiert: im wahrsten Sinne aus dem Tod heraus ist der Staat Israel entstanden. Der Holocaust-Tod, der ein Drittel der Weltjudenheit auslöschte, hatte die positive Wirkung, daß die Staatengemeinschaft der Entstehung eines jüdischen Staates im Nahen Osten gegenüber aufgeschlossen eingestellt war. Die von Hesekiel vorausgesagte Tatsache, daß Fleisch und Sehnen (= Staat) wirklich auf toten Knochen wachsen, hat sich in aller Schärfe in der Geschichte erfüllt. Deshalb ist das Kunstwerk des Toten-Knochen-Feldes in einem Holocaust-Museum genau am richtigen Platz.

Auch das Leben eines Christen wird aus dem vollständigen Tod heraus geboren: der alte Mensch stirbt ganz, der Leib der Sünde wird abgelegt. Eine Neugeburt aus dem Geist geschieht, und das neue Leben (Fleisch und Sehnen) wächst allmählich. Auch im Leben als Christ muß oft etwas zuerst in den Tod gegeben werden, bevor es wirklich fruchtbar werden kann. Jesus sagt: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bringt es keine Frucht. Gott kann aus einem scheinbaren Tod etwas wunderbares entstehen laßen.“

Quelle:

Christliche-Freunde-Israels

 

Ein Foto des Mahnmals ist abgebildet auf der Seite des Fotografen Andrew Rosenblatt:

Rosenblatt-sf.com