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Sittard Nach dem Besuch der Rektoratschule empfing Heinrich Middendorf die viereinhalbjährige Gymnasialausbildung in einer humanistischen Lehranstalt, und zwar in der Missionsschule der Herz-Jesu-Priester in Sittard. Dort war er von 1912 bis 1916. Sittard liegt in den Niederlanden, und zwar in der Provinz Limburg nordöstlich von Maastricht. Die Herz-Jesu-Priester hatten 1883 in Sittard eine Missionsschule errichtet, die für die Heranbildung des Ordensnachwuchses gedacht war. Diese Schule wurde bald Anziehungspunkt für viele Schüler aus Deutschland, weil im deutschen Kaiserreich bis zum 1. Weltkrieg wegen der Kulturkampf-Gesetze vielen Orden die Gründung von Missionsschulen verboten war. Nach dem Abschluss seiner Gymnasialstudien trat Heinrich Middendorf 1916 in die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester ein und machte das Postulat ebenfalls in Sittard. Am 5. Oktober 1917 band er sich durch die drei Ordensgelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams an diese Ordensgemeinschaft, nachdem er ein Jahr lang das Noviziat in Fünfbrunnen (Luxemburg) gemacht hatte. |
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