KLEINE LAGERKIRCHE 1946


Die kleine Lagerkirche wurde 1946 eingerichtet und mehrmals renoviert.

25 Jahre St. Michael, Munster 1960 - 1985,  Munster 1985, S.15

Sie ist bis 1960 Versammlungsort der Katholiken in Munster:   Zwei Baracken in einem ehemaligen Pistolenschießstand  - am damaligen Soldatenheim in der Nähe des Lagereinganges gelegen  an der Soltauer Straße     (hier befindet sich jetzt die UHG der Hindenburgkaserne) .

Für die Zivilgemeinde war Wehrmachtsoberpfarrer BARTSCH  vom Bischof von Hildesheim abgestellt worden. Er hatte sich bereit erklärt, in Munster zu bleiben.  

Am 7. 10. 1946 wird er durch das Generalvikariat Hildesheim  zum Pfarrvikar ernannt.

Und im Oktober  - mit der offiziellen Einführung des Pfarrers wird Kirche organisiert mit Hilfe  von;

 -      Jugendgruppen, die sich in der Schule (Breloherstraße), dem  evangelischen Jugendheim, der   Lagerkirche und auch privat (Lindenstraße 21) 

Mädchengruppe St. Hedwig: Rosel Wirth

Jungengruppe St. Michael:     Alois Vogt

Frohschar:                                 Christa Langosch    

Jungschar:                                 Otto Kandziorra

-        der Kirchenchor  (unter Leitung des Organisten Paul Peter) 

-        feste Sprechzeiten für die Zivilgemeinde bei Gerchel, (Lindenstr. 10) 

Am 1. November wird in Ebsdorf die Firmung durchgeführt. Aus Munster fährt ein Bus dorthin.

Am  29.12.1946 führt die Pfarrjugend ein Weihnachtsspiel  im Kaiserhof auf.

 

Am 30. Januar 1947 erkrankt Pfarrer Bartsch, fährt zur Erholung und kommt nicht nach Munster zurück.

PATER KRIEGEL wird zum Pfarrvikar ernannt und betreut  für einige Zeit sowohl die Zivil -  als auch die Lagerseelsorge. Im Herbst wird er unterstützt von einem Mitbruder durch 
PATER GÜNTHER DUMONT von der Gesellschaft von den Heiligen Engel, Schloß Bantz.

Am 14. April wird das NEUE PFARRAMT Lüneburgerstr. 4 mit Wohnung für Pater Kriegel eingerichtet (feste Sprechzeiten).

28. April  1947   AUFRUF ZUR GRÜNDUNG EINER FRAUENGRUPPE               
"Montag um 20:00 Uhr eröffnen wir die Arbeit der Frauen mit einem Arbeitskreis junger Frauen und Mütter, zu der alle, die es angeht herzlich eingeladen sind. Wir treffen uns im Gastraum des Kleinbahnhofes, den Frau Kröber uns liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt hat."   

8. Mai 1947        AUFRUF ZUR GRÜNDUNG EINES MÄNNERVEREINS            
"Am Montag, den 8. Mai 1947 findet erstmalig eine Zusammenkunft aller katholischen Männer unserer Gemeinde im Lokal des Kleinbahnhofes statt. Wir möchten dem so oft geäußerten Wunsch nach Gründung eines Männervereines nun endlich entsprechen."

8. Juni 1947     ERSTE FRONLEICHNAMSPROZESSION IN  MUNSTER  
von der Lagerkirche zur Lazarettkirche   

17. Dezember   EINBRUCH IN DIE LAGERKIRCHE 
Die Einbrecher nahmen den  Speisekelch, das silberne Altarkreuz und den silbernen Leuchter mit.

 

Lagerkirche 1948

21. Januar  1948         GROSSES PFARRFEST

2. Februar 1948          MÜTTERWALLFAHRT zur Gnadenmutter nach Ebsdorf.  
Dort wollte Pfarrer DIEKOTTO - für Munster zuständig - einen Wallfahrtsort schaffen. 
Levitenämter wurden mit Kriegsgefangenen-Geistlichen gelesen.

9. Februar 1948        FASCHINGSBALL IM KAISERHOF

21. Februar 1948     Pater Kriegel verlässt Munster und wird durch Pater Dumont ersetzt. 
Dieser übernimmt die  Pfarrvikarie Lüneburgerstraße 4 .

 

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25 Jahre St. Michael, Munster 1960 - 1985,  Munster 1985, S. 16

Vor der Lagerkirche stehen Erstkommunionkinder mit Pastor Georg Urban. 

25 Jahre St. Michael, Munster 1960 - 1985,  Munster 1985, S.16

1951 spendete der Diözesan-Bischof von Hildesheim Joseph Godehard Machens das Sakrament der Firmung.

Jeden Sonntag fanden  Gottesdienste in  den einzelnen Lagern statt und um 17.00 Uhr für die Zivilgemeinde in der St. Urbani-Kirche.

Die evangelische Kirchengemeinde hatte dankenswerterweise den Katholiken die Kirche des Öfteren für Gottesdienste zur Verfügung gestellt, in der auch schon während des Krieges Messen für Zivilisten und in Munster stationierte Soldaten gefeiert wurden.