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| DIETER BREUER Fragen an Dietrich Breuer, unseren
Begleiter während der Firmvorbereitung. 1. Woher kommen Sie? Schlesien/Gutschdorf. 3. Wie alt waren Sie damals? 9 Jahre
5. Können Sie sich an ihre Heimat erinnern? Ja. 6. Mussten Sie schlagartig flüchten? Ja, von Sonntag auf Montag morgen. 7.Was konnten Sie mitnehmen? Was hatten Sie an? Pro Person durften 20 kg mitgenommen
werden, doch die Sachen wurden später gestohlen. 8. Mit wie vielen Personen sind Sie auf der Flucht
gewesen – Größe der Gruppe? Die ersten 4 Wochen waren wir ca. 1500 Leute in einem Zug. 9. Wer hat geholfen? Wie verhielten sich die Soldaten
(deutsche -sowjetische)? Deutsche Soldaten haben uns bis nach
Bayern geholfen und uns in einem Lager untergebracht. 10. Wie verhielten sich die Menschen bei der Flucht – Zusammenhalt zwischen den Flüchtlingen? Die Menschen hielten gut zusammen, denn
wir hatten alle das gleiche Los gezogen. 11. Wussten Sie, in welche Richtung Sie gehen mussten? Niemand wusste, wohin es geht. 12. Gab es Pausen auf dem Fluchtweg? Pausen, ja. Eine große in Braunau. Der
Zug wurde ausgeladen und wir in Lagern untergebracht. 13. Sind Sie Tag und Nacht gefahren (Sie waren mit dem
Zug unterwegs)? Der Zug ist Tag und Nacht gefahren. 14. Was wurde mit kranken Flüchtlingen gemacht? Weiß ich nicht mehr. 15. Habt ihr mal gedacht, alles sei vorbei? Die erste Zeit haben wir oft ans Ende
geglaubt. 16. Gab es auch brenzliche Situationen? 17. Wie sind Sie versorgt worden? Eine Zeit lang riesige Fleischtöpfe,
denn wir waren an einer Weide mit Kühen, welche
18. Haben Sie Familienmitglieder/Freunde verloren? Nein, keins von beidem. 19. Was haben Sie bei der Flucht gefühlt? Was war ihre
größte Angst? Ich hatte keine Angst, es war wie ein
Abenteuer. Aber meine Mutter hat viel geweint. 20. Haben Sie während der Flucht gebetet? Weiß ich nicht. 21. Oder haben Sie an Gott gezweifelt? Weiß ich auch nicht mehr. 22. Wie sind Sie nach Munster gekommen? 1956 als freiwilliger Soldat. 23. Welchen Beruf hatten Sie in ihrer Heimat und konnten Sie diesen auch in Munster ausüben? In meiner Heimat war ich noch ein Kind.
In Bayern Metallschleifer und Schneider und
Munster 24. Haben Sie in der neuen Heimat Leute getroffen, die Sie kannten? Ja, das ganze Dorf wurde in die neue Gegend verlegt. 25. Sind Sie schnell heimisch geworden? Ja. 26. Oder haben Sie sich als Außenseiter gefühlt? Nur für eine kurze Zeit. 27. Welche Rolle hat dabei die Kirche gespielt? Eine herausragende Rolle. Ich war Messdiener und in der
Jungenschola. 28. Gemeindeleben heute und damals? Die katholische Gemeinde in Bayern begegnete zum ersten
Mal der evangelischen Gemeinde. Es wurde mit Hochachtung umgegangen. 29. Haben Sie ihre Heimat je wieder besucht? Ja, 5 Mal. 30. Wir danken Ihnen für das Gespräch.
Sarah Wagner Margarete Sczesny Elena Küper Thomas Hullard-Pulstinger
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