Der Architekt des Bahnhofs Stuhr: Hugo Wagner (1873 – 1944)

 

Hugo Wagner wurde am 29. Juni 1873 in Wittgirren geboren. Er lebte in Berlin, Leipzig und Bremen. 1900 heiratete er Else Bücking, mit der er drei Kinder hatte. Hugo Wagner starb Am 22. Februar 1944.

 

Wagner besuchte das Realgymnasium bei Insterburg und studierte acht Semester an den technischen Hochschulen Charlottenburg, Hannover und Karlsruhe sowie die Universität von Berlin.

 

Von 1898 bis 1900 war er Lehrer am Bremer Technikum und von 1901 bis 1911 als Architekt tätig (ab 1903 selbstständig). Schließlich arbeitete er um 1930 bei der Deutschen Akademie für Wohnungswesen.

 

Seine Bauten in Bremen begannen in den Jahren 1900/1903 mit Arbeiten für das St. Jürgen-Asyl. 1903 zeichnete er die Pläne für eine Hühnerzuchtanstalt und eine Friedhofskapelle der St. Johann-Kirche, 1904 für das Landhaus Bätjer, den Wasserturm Walle und Sanitäreinrichtungen für Wohngebäude in Bremen.

 

Außerdem machte er 1904 einen Entwurf für die evangelische Kirche in Woltmershausen, die allerdings nicht gebaut wurde. 

 

1905 bis 1908 gingen Pläne von verschiedenen Wohnhäusern in und bei Bremen auf ihn zurück.

 

Weiterhin wurden in den Jahren 1907 und 1908 die Bahnhöfe Kirchhuchting, Moordeich und Stuhr nach seinen Skizzen errichtet.

 

Nebenbei erhalf er vielen aufstrebenden Architekten durch Bauberatung im Sinne des Heimatschutzes. 

 

Zudem setzte er sich in einer Gartenbewegung für die Vergrößerung von Städten durch Parkanlagen ein, die jedoch von der Stadt Bremen nicht akzeptiert wurde.