Emslandlager VII EsterwegenDas Konzentrationslager Esterwegen wurde im August 1933 als Doppellager für 2.000 Gefangene fertiggestellt. Zu Beginn waren überwiegend kommunistische und sozialdemokratische Schutzhäftlinge inhaftiert. Bald kamen aber auch Mitglieder anderer Parteien, Gewerkschaftler, Bibelforscher und Juden hinzu. Zu den bekanntesten Häftlingen gehörten Carl von Ossietzky, Friedrich Ebert, Ernst Heilmann, Werner Finck.1937 wurde Esterwegen in ein Strafgefangenenlager umgewandelt. Ab 1940 waren neben Kriminellen überwiegend von Militärgerichten verurteilte Soldaten inhaftiert. Am 14. April 1944 trafen 2.696 sogenannte "Nacht und Nebel"-Gefangene (Widerstandskämpfer aus den besetzten west- und nordeuropäischen Ländern) im Emsland ein. Sie wurden auf die Lager Börgermoor (500 - 600) und Esterwegen verteilt. Am 1.1.1945 waren 1550 Gefangene im Lager Esterwegen. Die Gefangenen wurden Anfang April in das Lager Aschendorfermoor verlegt. Hier erlebten sie das Kriegsende. (zur Vergrößerung bitte auf die kleinen Bilder klicken) |
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Im Lager Esterwegen wurden alle mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus anderen Lagern zusammengezogen. Am 1. Juli 1947 wurde das Lager als Gefängnis für mutmaßliche Kriegsverbrecher aufgelöst. Es wurde als Gefängnis für Kriminelle bis 1951 weitergenutzt.
In der Zeit von 1953 bis 1959 diente das Lager Esterwegen als Flüchtlingsdurchgangslager. Anfang der 60er Jahre übernahm die Bundeswehr das Gelände bis zum heutigen Tag.
Das ehemalige Lagergelände ist heute eingezäunt und kann nicht betreten werden. Hinter dem Zaun stehen rechts am Eingangstor zwei Gedenksteine, die an Carl von Ossietzky und an die erlittenen Qualen der Moorsoldaten im Lager Esterwegen erinnern sollen. Sie wurden von der Tochter Carl von Ossietzkys Rosalinde und von ehemaligen Moorsoldaten aufgestellt. Durch das Tor blickt man auf eine Allee. Die Baracken wurden schon Anfang der 60er Jahre abgerissen. Außerhalb des Geländes befindet sich eine Informationstafel. |