
Gleich zu Anfang des Krieges (1622) wurde das Land durch die
Nähe der Truppen des Grafen Mansfeld
bedroht, der sich mit seinen Truppen Ostfriesland besetzt hatte. Als der kaiserliche General
Tilly,
der mit 25.000 Soldaten schon bis Wardenburg vorgerückt war, und von Oldenburg aus die
Mansfelder in Ostfriesland greifen wollte, geriet das Land in Gefahr, Kriegsschauplatz
zu werden. Mit 12.000 Reichstalern und drei Pferden ließ
sich Tilly zum Rückzug bewegen. Nach der vernichtenden Niederlage des mit Graf Anton Günter
verbündeten und verwandtschaftlich verbundenen Dänenkönigs Christian IV. bei
Lutter am Barenberge (Vorharz,1626)
brauchte Tilly keine Rücksicht auf die Dänen zu nehmen. Wildeshausen, zeitweise auch
andere oldenburgische Gebiete, blieben von 1627 bis 1631 besetzt, bis
die Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst ein Lösegeld von 30.000 Reichstalern aufgebracht hatten.
Immer wieder sandte
Anton Günther seine Diplomaten mit großzügigen Geschenken in die Hauptstädte Europas bis
eine kaiserliche und eine schwedische "Neutralitätsbewilligung" dem ganzen Land
seine Freiheit zurückgab, die bis 1648 nicht mehr angetastet wurde.
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