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Maria von Jever war Tochter aus der Ehe des friesischen Häuptlings Edo Wimken mit Heilwig, der Schwester des Grafen Johann von Oldenburg. Als Edo Wimken starb, war Marias Bruder Christoph noch unmündig. Nach dem frühen Tod des Häuptlingnachfolgers Christoph, besetzte der Ostfriesengraf Edzard das Jeverland und stellte eine Heirat von Fräulein Maria mit seinem Sohn Enno in Aussicht. Enno löste das Versprechen nicht ein und heiratete Anna von Oldenburg. |
Unterstützend trat Boing von Oldersum an die Seite Fräulein Marias. Gemeinsam vertrieben sie die Ostfriesen 1531 aus dem Jeverland. Das Jeverland wurde aus taktischen Gründen zum burgundischen Lehen, um den Ostfriesen entgegenzutreten. 1540 starb Boing bei der Belagerung Wittmunds.
Maria wurde eine bedeutende Person für das Jeverland. Es entstand das Jeversche Landrecht. Unter ihrer Führung ist das Deich- und Sielrecht entstanden. Neue Gebiete wurden durch Neueindeichungen erschlossen. Gegründet wurden die Sielhäfen Hooksiel, Horumersiel und Mariensiel. Jever wurde 1536 zur Stadt ernannt. Unrühmlich verhielt sie sich bei der Hexenverfolgung.
Als Fräulein Maria 1575 starb, wurde es vorerst aus Furcht vor einem Handstreich der Ostfriesen verschwiegen. Mit der Übernahme der Herrschaft durch ihren Onkel, den Grafen Johann von Oldenburg konnte das Jeverland in die Herrlichkeit Oldenburg integriert werden.
Auch wegen des nicht eingehaltenen Eheversprechens hatte sich Maria zu Lebzeiten für die Angliederung an Oldenburg entschieden.
Der Landweg von Oldenburg nach Jever, der durch Ostfriesland führte, wurde von den Ostfriesen blockiert, so dass die Oldenburger sich genötigt sahen, das Schwarze Brack zu schließen, um einen Landweg nach Jever zu erhalten.
Nur bis 1667 gehörte Jever zu Oldenburg. Magdalena, die Schwester des Grafen Anton Günther (Nachfolger des Grafen Johann), die Fürstin von Anhalt-Zerbst erbte Jever. 1793 wurde das Jeverland durch weitere Erbangelegenheiten Teil des russischen Reichs.
Nach kurzer holländischer Zeit wurde es 1810 dem Napoleon-Frankreich angegliedert. 1813 brachte die Besetzung durch die Kosaken eine russische Herrschaft. Kurze Zeit später (1818) ging es in den Besitz Oldenburgs über.