Startseite

  Comeniusprojekt Unser Graf Anton Guenther

Wahrheit Dichtung Phantasie

Johann Tserclaes Graf von Tilly, Feldherr im Dreißigjährigen Krieg, traf 1623 in Wardenburg ein. Er besetzte ein südlich von Wardenburg gelegenes
Esch, 
Ein Esch ist ein etwas höher gelegenes Gebiet, welches im Gegensatz zum Moor trocken und zum Bewirtschaften geeignet ist. 

wo seine 25000 Mann starke Truppe in Stellung ging.
Über den weiteren Verlauf gibt es verschiedene Versionen. 

A Tilly wollte über Oldenburg nach Ostfriesland, um Mansfeld zu bekämpfen. Graf Anton Günther ließ ihm einen Weg durchs Moor zeigen, den seine Truppen nicht hätten bewältigen können.

B Zum Glück verlegte Tilly schon nach drei Wochen seine Hauptmacht nach der Weser, nachdem er seine Absicht, den Grafen Mansfeld in Ostfriesland anzugreifen, aufgegeben hatte, weil dieser durch die Durchstechung der Deiche weite Strecken unter Wasser gesetzt hatte. Mansfeld sei bis 1633 in Ostfriesland geblieben

C Tilly wollte weiter nach Oldenburg vordringen, und dort die Bürger ausrauben. Seine Aufgabe war es, die Menschen zum katholischen Glauben zu bewegen und wenn es sein musste, tat er das auch mit Gewalt. Denn wie, ohne zu rauben, wird sonst ein Heer mit 25000 Mann satt?
Es gelang Tilly aber nicht, nach Oldenburg zu gelangen. Das zwischen Oldenburg und Tungeln gelegene Moor war nur durch eine einzige Brücke zu überwinden und so beschloss Tilly, nach längerem Verhandeln mit dem Grafen Anton Günther, von Oldenburg wegzuziehen. Der Graf gab einige seiner besten Pferde an Tilly ab (Video, 450 KB), im Gegenzug blieb Oldenburg aber von Tillys Truppen verschont. Sie zogen weiter nach Ostfriesland. Zum Gedenken an den Feldherrn Tilly wurde 1925 der Teepen-Barg zum „Tillyhügel" ernannt.  

Quellen: 

Bertelsmann Geschichtslexikon

www.route-um-oldenburg.de  

www.familie-hilling.de/emslandbuch/1926/1926-31-a.html