PFADFINDERREI IN WOLFSBURG

BDP-Stamm Wolfsburg -Sommerlager um 1952
Im März 1949 gründete sich in Wolfsburg die Gruppe der „Deutschen Pfadfinder“ und die der „Zugvögel“ (die nur kurze Zeit existierte). Aus den Deutschen Pfadfindern wurde dann später der „Stamm Wolfsburg“ im „Bund Deutscher Pfadfinder“ (BDP) und wurde somit Teil eines der drei großen bundesweiten Pfadfinderverbände. Die Deutschen Pfadfinder waren eine reine Jungengruppe, aber schon 1951 entstand unter der Leitung von Felicitas Sandmann eine Mädchengruppe im Stamm Wolfsburg.


Junge Kameradschaft im Ferienlager 1951
Im Sommer 1949 fand in Almke ein Jugendferienlager unter der Schirmherrschaft der Kreisjugendpflege Gifhorn und Wolfsburg statt, bei dessen Verlauf sich eine Gruppe junger Menschen zusammenfand. Diese beschlossen, eine neue, freie, unparteiische und überkonfessionelle Jugendgruppe zu gründen. So entstand die „Junge Kameradschaft“ mit ca. 120 Mitgliedern.
Im März 1954 jedoch konnten die damaligen Gruppenleitungen aus beruflichen und familiären Gründen die JK nicht mehr weiterleiten und die JK trat deshalb kurzerhand dem Bund Deutscher Pfadfinder bei. Bevor sie jedoch diesen Schritt tun konnten, mussten sie sich in eine Mädchen und eine Jungengruppe aufteilen. So entstand in Wolfsburg der „Stamm Junge Kameradschaft“ (der nur männlich war) und die „Pfadfinderinnenburg“ (die nur weiblich war und zum Bund Deutscher Pfadfinderinnen gehörte).

1950 gründete sich dann eine Gruppe der „ Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg“, womit der nächste der drei großen Pfadfinderverbände Deutschlands in Wolfsburg entstand. (Der „Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder“ entstand als dritter großer Pfadfinderband 1962 in Wolfsburg)

Es gab noch viele Gruppen, die in der Nachkriegszeit entstanden. Zwei bekannte Gruppen in Wolfsburg waren die „Waldkäuze“ und deren weiblicher Part die „Schleiereulen“. Die Waldkäuze gründete der Kunstmaler Horus Engels im März 1949. Die Gruppe blieb stets bei einer Größe von ca. 12 Jungen, da sie äußerst hohe Ansprüche stellt. Engels unternahm viele Fahrten, für die seine Gruppenmitglieder in vielen verschiedenen Bereichen intensive Studien machen mussten. Die Schleiereulen entstanden kurze Zeit nach den Waldkäuzen.

Quelle: "Von Pimpf bis Punk" von Horst Kölk