Das Gräberfeld 13a
Historischer Hintergrund
Die Geschichte des Gräberfeldes 13a beginnt im Jahre 1941, und zwar benötigten seit diesem Jahr die osteuropäischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, die im Reservelazarett Sternhaus und in dem Strafgefängnis Wolfenbüttel zu Tode kamen, eine Begräbnisstätte.Es wurde also eine Fläche von 1300 Quadratmetern ausgewählt, welche damals noch außerhalb der Friedhofsgrenzen lag und heute in den Komplex Hauptfriedhof integriert ist.
Auf dem Gräberfeld fanden danach bis 1945 insgesamt 312 Beerdigungen statt. Nach der Befreiung Wolfenbüttels errichtete die Sowjetunion auf dem Gräberfeld einen großen Obelisken, ohne dabei jedoch Rücksicht auf die Anordnung der Gräber zu nehmen; deshalb liegen nun mehrere Gräber unter dem Steinbauwerk.
Obelisk auf dem sowjetischen Kriegsgräberfeld 13a, Hauptfriedhof Wolfenbüttel.
Er wurde zu Ehren der sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter von den sowjetischen Truppen errichtet.
Er wurde zu Ehren der sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter von den sowjetischen Truppen errichtet.
VA-Protokoll vom 5.8.1946
Tagesordnungspunkt 11
Vertrag betr. Pflege des Russendenkmals auf dem städt. Friedhof.
Von dem Vertrag wird Kenntnis genommen und dieses einstimmig genehmigt.
Abschrift
Vertrag
Ich, Major Nasarow, Verbindungsoffizier der sowjetischen Militärmission in Repatriierungsangelegenheiten bei der 5. britischen Infantriedivision und der Bürgermeister von Wolfenbüttel schließen folgenden Vertrag:
Der 1. übergibt dem 2. das Denkmal und die Beerdigungsstelle von 312 Sowjetkriegern auf dem Hauptfriedhof Wolfenbüttel. Das Denkmal besteht aus einem 5-teiligen Untersockel. Auf diesem befindet sich ein dreiseitiges Parallelogramm, welches gekrönt ist von einer dreikantigen Pyramide. Auf den Seiten sind Denkmalsinnschriften in russischer, englischer und deutscher Sprache.
Auf der Pyramide befinden sich die Wappen der Sowjetunion. Außerdem werden sämtliche Gräber der Sowjetkrieger zur Bepflanzung und Pflege übergeben. Der Bürgermeister verpflichtet sich, das Denkmal und die Beerdigungsstelle instand zu halten und einmal anläßlich der Nationalfeiertage 1.5., 9.5., 7.11. die Gräber mit Blumen zu versehen.
Im Fall, daß das Denkmal von irgendeiner Seite beschädigt wird, ist dieses wieder instand zu setzen. Die Kosten trägt die Gemeinde
Der Vertrag hat Gültigkeit vom Tage der Unterzeichnung.
Ausgestellt in russischer, englischer und deutscher Sprache.
Unterschriften:
Nasarow Bürgermeister Rüdiger
Tagesordnungspunkt 11
Vertrag betr. Pflege des Russendenkmals auf dem städt. Friedhof.
Von dem Vertrag wird Kenntnis genommen und dieses einstimmig genehmigt.
Abschrift
Vertrag
Ich, Major Nasarow, Verbindungsoffizier der sowjetischen Militärmission in Repatriierungsangelegenheiten bei der 5. britischen Infantriedivision und der Bürgermeister von Wolfenbüttel schließen folgenden Vertrag:
Der 1. übergibt dem 2. das Denkmal und die Beerdigungsstelle von 312 Sowjetkriegern auf dem Hauptfriedhof Wolfenbüttel. Das Denkmal besteht aus einem 5-teiligen Untersockel. Auf diesem befindet sich ein dreiseitiges Parallelogramm, welches gekrönt ist von einer dreikantigen Pyramide. Auf den Seiten sind Denkmalsinnschriften in russischer, englischer und deutscher Sprache.
Auf der Pyramide befinden sich die Wappen der Sowjetunion. Außerdem werden sämtliche Gräber der Sowjetkrieger zur Bepflanzung und Pflege übergeben. Der Bürgermeister verpflichtet sich, das Denkmal und die Beerdigungsstelle instand zu halten und einmal anläßlich der Nationalfeiertage 1.5., 9.5., 7.11. die Gräber mit Blumen zu versehen.
Im Fall, daß das Denkmal von irgendeiner Seite beschädigt wird, ist dieses wieder instand zu setzen. Die Kosten trägt die Gemeinde
Der Vertrag hat Gültigkeit vom Tage der Unterzeichnung.
Ausgestellt in russischer, englischer und deutscher Sprache.
Unterschriften:
Nasarow Bürgermeister Rüdiger
In den folgenden Jahrzehnten wurde die Anlage zwar wie im Vertrag festgeschrieben gepflegt – ihr Zustand ist noch heute beachtlich gut –, dennoch geriet in Vergessenheit, welche Geschichte diese Grünfläche zu erzählen hat.
Das Versprechen, zu den Nationalfeiertagen jedes Grab mit einer Blume zu versehen, wurde in den letzten Jahren ebenso vernachlässigt. Erst im Sommer 2005 wurde anlässlich des Abschlusses der Arbeiten des Jugendworkcamps diesem Versprechen wieder, wenngleich zu einem anderen Datum, nachgekommen.



