Diese Website entstand als Wettbewerbsbeitrag für den Niedersächsischen Geschichtsatlas

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Das Sternhaus heute
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Das Sternhaus an der Straße zwischen Wolfenbüttel und Braunschweig. Vor dem Krieg war es Ausflugslokal, während des Krieges Lazarett. Heute ist es wieder ein Restaurant. Der Betreiber des Restaurants ist Sammler von sowjetischen Uniformen, die im Inneren des Sternhauses ausgestellt sind.
Gruppe Sternhaus bei der Orientierung im Gelände
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Die Gruppe Sternhaus bei der Orientierung im Gelände.
Vermessung mit einem Nivelliergerät
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Das ehemalige Lazarettgelände wird mit Hilfe eines Nivelliergerätes vermessen. Das Vorhaben wird durch die Unwegsamkeit des Geländes erschwert.
Harken im Unterholz
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Ein weiterer Teil der Gruppe entfernt das Unterholz auf dem Ausgrabungsgebiet.
Vermessung mit Nivelliergerät
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Interessiert umringen die Forscherinnen das Nivelliergerät.

Das Sternhaus

Archäologische Arbeit

Die Erforschung der Schicksale der sowjetischen Kriegsgefangenen war jahrelang fast unmöglich, erst die außenpolitische Entwicklung nach der Wende um 1990 ermöglichte den Zugang zu historischen Quellen wie zum Beispiel Personalakten der russischen Archive.

Diese Akten wurden zur Grundlage für die archäologische Arbeit am Sternhaus, die größtenteils von deutschen Schülerinnen und Schülern sowie von russischen, belorussischen und polnischen Studierenden, Schülerinnen und Schülern durchgeführt wurde, die allesamt archäologische Laien waren. Die professionelle Archäologin Juliane Hummel von der Gedenkstätte Bergen-Belsen half ihnen, das Grundstück zu vermessen, und erklärte den Schülern die optimale Vorgehensweise bei der weiteren Arbeit.
Zwei deutsche Schülerinnen wurden zu Gruppenleiterinnen ernannt und übernahmen die Verantwortung an jenen Tagen, an denen Frau Hummel nicht anwesend (weil in Bergen-Belsen beschäftigt) war. Mit Hilfe von Plänen (siehe beigefügter Plan) fand die Gruppe relativ schnell die ersten Grenzen des Grundstücks, da sie mit denen des heutigen Sternhausgeländes identisch sind. Von diesen gefunden Grenzen an wurde der Rest des Grundstücks mit Hilfe eines Nivelliergerätes vermessen und dann mit Absperrband markiert. Danach wurden von den Absperrungen aus die Fundamente beziehungsweise die Außenseiten der Baracken gekennzeichnet, allerdings nur von den Baracken 1 und 2 sowie der Latrine östlich des Sternhauses. Als dies erledigt war, begann die Gruppe mit den Ausgrabungen.

Unsere Arbeit soll wie auch unsere anderen Unternehmungen dem Gedenken dienlich sein. In diesem Sinne hat Frau Hummel unser Vorgehen und die Ergebnisse unserer Forschung dokumentiert. Hier ist ein Auszug dieser Dokumentation angefügt:

Belorussische, russische und deutsche "Archäologinnen" beschäftigt mit der Vermessung und der Freilegung des zu erforschenden Gebietes.

Ausgrabungs- und Fundort Lazarettgelände: Das ehemalige Fundament einer der Baracken wird in Handarbeit mit Schaufel und Schubkarre ausgegraben.

Teile des Lechlumer Holzes waren ehemals Lazarettgelände.
Das in Betracht kommende Areal wurde zur besseren Übersicht mit Absperrband abgesteckt.