Präsentation
im Monatskreis
In
regelmäßigen Abständen treffen alle Kinder der Schule
im Monatskreis zusammen.
Hier ist das geeignete Forum, um den anderen Kindern Gelerntes zu
zeigen oder
vorzuspielen.
Auch die Ergebnisse des Auswandererprojektes wurden im Monatskreis vorgestellt.
Die
Kinder präsentierten ihre erstellten Plakate und berichteten,
wie
sie
entstanden sind und welche Bedeutung Texte und Bilder hatten.
Die
Plakate
wurden anschließend als Wandzeitungen zum „Nachlesen“ für
Kinder und Eltern
aufgehängt.
Im
Monatskreis wurde auch die selbst geschriebene Geschichte einer
Kesselflickerfamilie vorgelesen,
die nach Amerika ausgewandert war.

Die Reise in die neue Welt - Abfahrt und
Ankunft
An
einem
warmen Frühlingstag treffen sich Leute in einer riesigen, alten
Wartehalle in
Bremerhaven.
Familie Ficker aus Berßen ist auch dabei. Sie wollen
nicht mehr in
Deutschland bleiben,
weil sie keine Arbeit mehr haben oder an Hunger
leiden
müssen.
Viele Menschen sind verzweifelt wie die
Kesselflickerfamilie.
Sie
hoffen, dass es ihnen in der neuen Welt besser geht.
Familie Ficker
freut sich
auf ein eigenes Land und eine eigene Ernte,
von der die ganze Familie
überleben
kann.
Heute wollen sie mit der Bremen nach New York fahren.
Die Familie
geht mit ihren fünf Koffern in die
Wartehalle.
Jeder darf nur einen Koffer mitnehmen. Alles andere müssen sie
verkaufen.
Auch
Jan, Annelies und Franz können nicht alles mitnehmen.
Annelies
weint, weil sie
ihre Puppen in Deutschland lassen muss.
Manche sind schon seit Wochen hier.
Endlich
ist es soweit, dass Schiff fährt in
den Hafen ein. Alle aufs Schiff.
Alle wollen mit. Darum drängeln
sie und
schubsen sich. Viele streiten.
Die
Passagiere legen sich in ihre Kabinen.
Alle Kinder und Erwachsene einer Familie haben nur ein Bett.
Auch
Familie
Ficker hat ein Bett in der 3. Klasse. Franz bekommt Angst.
Alles
ist
eng und
dunkel. Für die Kinder ist es sehr langweilig. Es gibt keine
Spiele.
Dann fährt
das Schiff los. Jeden Tag bekommen sie das gleiche Essen.
Nach
fünf
Wochen auf hoher See, ist es endlich so weit.
Das Schiff hat
Stürme überstanden
und die Familie Ficker
hat auch die Schwindsucht überstanden.
Alle
schauen auf die Freiheitsstatue.
Eduard und Elisabeth Ficker
nehmen sich in den Arm.
Die neue Welt liegt direkt vor ihnen.
Wie
es dort wohl sein wird?
Vor
New York ist noch eine Insel. Dort müssen
sie eine Prüfung bestehen, damit sie in Amerika einreisen
dürfen.
Die Leute
müssen Fragen beantworten und ein Fitnesstest bestehen. Eine
Familie muss
wieder nach Hause fahren,
weil sie eine ansteckende Krankheit haben.
Die
anderen dürfen New York betreten. Alles ist ganz ungewohnt.
Es
sieht ganz
anders aus, als in Deutschland. Die Familie ist müde und
schwach.
Ob
wohl alle freundlich sind? Wie sollen wir
ihre Sprache schnell lernen? Gibt es wirklich genug Arbeit?
Müssen
sie wieder
hungern? Und trotz aller Bedenken machen sie sich auf den Weg.
Nun
müssen sie
Arbeit finden, ein Haus bauen und ein Feld bestellen.
Auf in eine neue Welt!
(Tom, Stefan)