|
Wir sind die Schüler der 10. Klasse der Hauptschule Lehrte Süd und Realschule in Lehrte Süd. Den Wahlpflichtkurs Geschichte haben wir ausgewählt, weil wir mehr von der NS-Zeit in unserer Stadt erfahren wollten. Zusammen mit Studierenden der Evangelischen Fachhochschule Hannover sind wir seit zwei Jahren auf der Spurensuche von ZwangsarbeiterInnen in Lehrte. Vorher haben die Studierenden mit SchülerInnen in Barsinghausen zusammengearbeitet.
Die wichtigsten Fragen, die uns in Lehrte angeregt, haben waren:
Woher kamen die ZwangsarbeiterInnen? Wo wurden sie untergebracht? Unter welchen Bedingungen? Welche Archivalien oder Dokumente sind noch verfügbar? Gibt es noch Zeitzeugen? Wo waren die Lagerstandorte? Und vieles mehr.
Während unseres Projekts haben wir neben etlichen Zeitzeugengesprächen und deren Auswertungen Archivalien, z. B. aus dem Niedersächsischen Staatsarchiv, mit hinzugezogen und gemeinsam mit den Studierenden bearbeitet.
Zwei Forschungsgegenstände, die wir entdeckt haben, waren und sind dabei für das Projekt von besonderer Bedeutung:
zum einen ein "Gästebuch", das im Besucherbereich des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers "IDA" geführt wurde und welches als einmaliges Dokument in Bezug auf Zwangsarbeiterforschung genannt werden darf
und zum anderen ein Interview mit einer ehemaligen Zwangsarbeiterin aus der Ukraine, das auf Vermittlung des Projektes Hannoverscher Lager von einer Studierenden der EFH selbst in der Ukraine durchgeführt werden konnte.
Siehe: Archiv
|
|