Die Fischteiche

Stand: 18.08.08

Aus Rottekuhlen werden FischteicheOrtskarte Plockhorst

Die Fischteiche liegen nördlich von Plockhorst. Das waren früher Rottekuhlen. Bis 1901 hat man dort den Flachs im Wasser zu Leinenfasern verrotten lassen. Aus dem Leinen haben die Bauern ihre Kleidung hergestellt.
Wenn die Sonne auf ein Feld mit Lein scheint, dann öffnen sich die Blüten und das ganze Feld wird himmelblau. Wenn sich Wolken vor die Sonne schieben, dann schließen sich die Blüten und das Feld wird wieder grün. Aus Öllein wird heute das Leinöl gewonnen. Faserlein für Kleidung wird nur noch sehr selten angebaut.

Ab etwa 1900 konnten die Bauern ihre Kleidung billiger kaufen als selbst herstellen.450px-Gemeiner_flachs Die Rottekuhlen lagen brach. 1901 griff die Gemeinde Plockhorst eine Idee des Lehrers Hermann Brandes auf, hier einen Fischteich anzulegen. Die Landwirtschaftskammer Hannover schickte einen „Wanderlehrer für das Fischereiwesen“, der beim Bau der Anlage half. Aus Kostengründen baute man zunächst nur einen Teich ohne Brutteich. 1907 jedoch wurde ein Brutteich angelegt, vermutlich wegen der guten Fangergebnisse: Bauer Rohde berichtete für den 12.April 1907 vom Fang von 708 Forellen, 114 Karpfen, 6 Goldbarschen, 2 Hechten, 2 Quappen, 1 Schleie.
Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Teiche nicht mehr gepflegt. Bis 1943 war der Teich zugewachsen und ungepflegt. Nun übernahm Johannes Höper den Teich, baggerte ihn aus und setzte neue Karpfen aus.Noch heute pflegt sein Sohn Hannes Höper den größten Teich.Fischteiche

Echter Lein, Quelle: 20040531, DigiPhoto

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Die Fischteiche laden zum Angeln ein.

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